Der Hafen ist sehr schön direkt in Valletta gelegen. Die Sonne geht auf und wir genießen noch einmal ein ausgiebiges Frühstück an Bord, danach verlassen wir das Schiff. 

Haben mit Charles unserem Vermieter telefoniert und ganz toll, er holt uns vom Schiff ab.

Unser Appartement ist nicht weit vom Hafen entfernt, direkt in der Altstadt von Valletta. Wir haben wieder mal eine sehr schönes Appartement erwischt. Charles und seine Frau erklären uns das notwendigste und wir können jetzt die Koffer für die nächsten sieben Tage auspacken.

Wir schlendern erst einmal durch Valletta um uns zurecht zu finden. Eigentlich wollten wir noch eine Kleinigkeit zum Essen einkaufen. Das ist allerdings hier in der Altstadt am Sonntag so gut wie unmöglich, alle Geschäft haben geschlossen.

Der "Lower Barakka Garden" ein schönes ruhiges Plätzchen mit Blick auf das Meer und die umliegenden Wehranlagen.

Auf Malta gibt es 365 Kirchen. Wir haben nicht alle besucht, immer wenn wir auf unseren wegen eine offene Tür fanden haben wir die Kirche besichtigten. Da die Kirchen oft nur morgens und am späten Nachmittag und auch nicht an jedem Tag geöffnet haben, standen wir oft vor verschlossenen Türen. Wenn man eine Kirche unbedingt ansehen möchte, sollte man sich vorher über die Öffnungszeiten informieren.  

Bei den vielen Kirchen habe ich die Namen nicht alle aufgeschrieben, sodass ich nur einige schöne Bilder von den sehr pompösen Kirchen zeigen möchte.

Am Busbahnhof, der direkt vor der Altstadt von Valletta liegt, holten wir uns ein 7 Tage Busticket für € 21. Mit diesem Ticket kann man die Insel gut erkunden und die Busse verkehren bis spät in den Abend.

Den ersten Ausflug machten wir zum Strand "St. George" und der "St. Julian Bay". Ein kleiner Strand mit vielen Hotels und an der St. Julian Bay eine lange Promenade mit vielen Restaurants. Ein Touristenort wie viele andere.

Anschließend fahren wir mit dem Bus nach "Bahar ic-Caghaq". An den Namen der Ortschaften erkennt man die maltesische Sprache, die aus einem arabischen Dialekt entstanden ist.

In diesem Ort ist nicht viel los, am Meer entdecken wir alte Parzellen zur Salzgewinnung. Wir haben auch etwas Salz ernten können. Dann gibt es hier das Restaurant "Las Palmas". Es gab den besten Oktopus den wir je hatten. Eine große Vorspeisenportion für uns beide zu € 10.

Am nächsten Tag wollen wir die "blaue Grotte" anschauen. Nach Information im Touristenbüro kann die Grotte nicht angefahren werden, es ist zu windig und die Wellen zu hoch. Wir fahren aber trotzdem zum kleinen Hafen "Qrendi". 

Leider war es auch in den nächsten Tagen nicht möglich die Grotte anzufahren.

Die Wellen schlagen wirklich hoch an die Felsen, sodass wir weiter nach "Zurriq" fahren. Es ist Mittag, nichts los, Kirche geschlossen, aber beim Bäcker ein großes Stück leckere Pizza für € 1,20 und in der Bar nebenan ein Glas Rotwein für € 1,40.

Mit dem Bus fahren wird dann an die Klippen "Dingli Cliffs". 

Wir laufen an den Klippen entlang bis wir wieder eine Bushaltestelle erreichen und fahren weiter nach "Rabat" bzw. "Mdina" der ehemaligen Hauptstadt von Malta. 

In Rabat finden wir eine offene Kirche und in einem kleinen Café gibt es ein Stück Kuchen. Es wurde gerade ein Gottesdienst abgehalten. Die Kirche in Mdina haben wir nicht besucht, es sollte € 5 Eintritt kosten. Ansonsten kann man die Kirchen auf Malta ohne Eintritt besuchen.

Am  nächsten Tag fahren wir mit einem kleinen Boot von Valletta auf die gegenüberliegende Seite nach "Cospicua". wir finden hier ein kleines Fischgeschäft und nehmen uns u.a. super frischen Thunfisch -1kg für € 15- mit.

Dann besuchen wir das Weingut "Marsovin". Wir können ein paar Weine probieren und am nächsten Tag eine Weinprobe mitmachen. Normalerweise gibt es immer Dienstags die Möglichkeit zu eine Weinprobe.

Am Abend essen wir den Fisch und machen es uns auf der Terrasse des Hauses bei einem Glas Wein und frischen leckeren Erdbeeren gemütlich.

Am nächsten Tag gehen wir zum Bus um zur Weinprobe zu fahren. Ich frage den Busfahrer ob er an der Station ... anhält. Er meinte ja und wir fuhren los. Da ich nicht genau wusste wo die Haltestelle war, merkten wir viel zu spät, dass er nicht angehalten hat und wir nicht mehr rechtzeitig zur Weinprobe kommen können. Das hat uns sehr geärgert. Die Weinprobe sollte man aber auf alle Fälle einplanen, wir glauben es ist sehr interessant.

Also fahren wir zurück nach Valletta und schlendern durch die Stadt, es ist viel los am Tage. Auf einem Platz ist ein Teppich aus Blumen aufgebaut und unsere Verteidigungsministerin Fr. von der Leyen war auch zu Besuch.

Am Abend fahren wir noch einmal nach "Bahar ic-Caghaq" zum Essen in das "Marley's Restaurant", hier soll es den besten Hasen geben, eine maltesische Spezialität. In dem Restaurant waren wir die ersten, die anderen Tische wurden gerade eingedeckt. Zu essen gibt es eine Vorspeise Spaghetti mit Rabbit-Sugo und als Hauptspeise Rabbit mit Pommes, nur das steht zur Auswahl. Wir entscheiden uns für Rabbit mit Pommes. Inzwischen ist das Lokal voll besetzt. Es wird eine große Portion Rabbit aus dem Ofen mit leckeren selbstgemachten Pommes serviert. 

Am nächsten Morgen fahren wir zum Baden an den Strand "Ghajn Tuffieha". Bei 17 Grad Wassertempratur wagen wir uns auch ins Wasser. Ein schöner kleiner Strand mit der Möglichkeit weiter an andere Strände zu laufen. 

Am Abend gehen wir in Valletta in das kleinen Restaurant "Beati Paoli" essen. Das Restaurant ist im Internet noch nicht zu finden. Es gab Linguini Vongole, Linguini mit Meeresfrüchte eine Flasche Rotwein und Mineralwasser aus Schottland. Alles sehr lecker.

Am nächsten Tag fahren wir in das Fischerdorf Marsaxlokk. Der Fischmarkt ist nur am Sonntag, wir finden aber ein Fischgeschäft und kaufen Thunfisch und Schwertfisch ein.

In Valletta ist wieder viel los, von einer Schule werden Tänze aufgeführt.

Am Abend gehen wir zur Kirche Saint Publius Parish in Floriana, direkt vor der Altstadt von Valletta gelegen. Es wird dem Schutzheiligen St. Publius gedacht. Viele Leute in der Kirche und auf dem Platz vor der Kirche wird ein Feuerspecktakel  angezündet. 

Die Feuerräder werden nacheinander angezündet und es qualmt ordentlich. Nach einer Stunde ist das Specktakel vorbei.

Am nächsten Tag fahren wir nach Mosta. Hier gibt es die beeindruckende Kirche "Maria-Himmelfahrt", die im Volksmund als Rotunda oder der Dom von Mosta bezeichnet wird. Sie besitzt die viertgrößte Kirchenkuppel der Welt und hat einen Durchmesser von 39 Metern. Nur der Petersdom in Rom, die Santa Maria del Fiore Kirche in Florenz und das Pantheon in Rom weisen eine größere Kuppel auf.

Im Nebenraum der Kirche kann man heute die Kopie einer deutschen Fliegerbombe sehen, die im 2. Weltkrieg während eines Gottesdienstes durch die Kuppel schlug, jedoch nicht in der Kirche explodierte. Dass die Bombe nicht detonierte und niemand von den 300 Kirchenbesuchern ernsthaft zu Schaden kam, wurde von vielen Maltesern für ein Wunder gehalten. Das Original der Bombe befindet sich heute im Kriegsmuseum von Valletta.

Anschließend fahren wir an den die "Paradies Beach". ein kleiner Strand, den Blick auf die Insel Gozo und einem guten Restaurant.

Zu Essen gab es natürlich wieder Pulpo und eine Flasche Wein.

Am Abend gehen wir zum Feuerwerk. Das Feuerwerk wird Ende April anlässlich Maltas Beitritt zur Europäischen Union am 1. Mai 2004 in Vallettas Grand Harbour und an anderen Orten veranstaltet.

Super Feuerwerk !!!

Nächsten Tag geht es nach Hause. So haben wir noch Zeit in Valletta zu Bummel. Wir sehen noch einer Prozession zu.  

Wir fliegen mit Ryanair nach Nürnberg. Wir haben Glück, unser Übergepäck von 2kg müssen wir nicht extra zahlen. In Nürnberg ist es kalt und es regnet.

 

4 sehr schöne, unvergessliche Monate sind vorbei.

Aber nächsten Winter machen wir uns wieder auf den Weg.